Die historischen Casinos Italiens: Venedig, Sanremo, Campione, Saint-Vincent

Datum: 30. April 2026 | Lesezeit: 13 Minuten | Autor: Marco Bellini

Saal eines historischen italienischen Casinos

In Italien gibt es vier zugelassene Spielbanken, und jede besteht auf Grundlage eines eigenen Gesetzes. Das ist kein bürokratisches Detail: Es erklärt, warum sie dort stehen, wo sie stehen, und warum die Zutrittsregeln nicht gleich sind.

Venedig: seit dem Ridotto von 1638

Das Casinò di Venezia führt seinen Ursprung auf das Ridotto zurück, 1638 in einem Flügel des Palazzo Dandolo bei San Moisè eröffnet, um dem Spiel einen von der Republik kontrollierten Ort zu geben. 1774 schloss es der Große Rat, der seine Wirkung auf Familienvermögen beanstandete. Heutiger Sitz ist Ca' Vendramin Calergi am Canal Grande, ein Renaissancepalast, in dem auch die Räume liegen, in denen Richard Wagner 1883 starb; im Sommer verlagert sich der Betrieb nach Ca' Noghera beim Flughafen, dem ersten Saal italienischer Prägung im amerikanischen Stil.

Sanremo: 1905, Liberty und Musik

Das Casinò di Sanremo wurde 1905 nach Plänen von Eugenio Ferret im Liberty-Stil eröffnet. Es entstand zur Tourismusförderung an der Riviera und diente jahrzehntelang zugleich als Konzertsaal: Ab 1951 fand hier das italienische Liederfestival statt, bis 1976. Es ist das klarste Beispiel für ein Modell, in dem das Spiel die Gemeinde finanziert, die es beherbergt.

Campione d'Italia: 1917, die Exklave

Campione d'Italia ist eine italienische Exklave, umgeben von Schweizer Gebiet am Luganersee. Die Spielbank entstand 1917, mitten im Krieg, mit erklärt diplomatischer Funktion. Das heutige Gebäude von Mario Botta stammt aus 2007. Das Haus durchlief eine lange Krise mit der Schließung 2018 und der Wiedereröffnung 2022 — eine Geschichte, die mehr über öffentliche Haushalte sagt als über das Spiel.

Saint-Vincent: 1947, die Berge

Das Casinò de la Vallée in Saint-Vincent eröffnete 1947 im Aostatal, einer Region mit Sonderstatut, und wurde in den folgenden Jahrzehnten neben dem Spielsaal auch zum Kongresszentrum. Es ist das jüngste der vier und am stärksten an eine Feriensaison gebunden.

Vier Häuser, vier verschiedene Gesetze, keine einheitliche „nationale Tradition". Wer von einer langen italienischen Casino-Tradition erzählt, beschreibt vier sehr unterschiedliche lokale Geschichten, jede aus einem konkreten wirtschaftlichen Grund entstanden.

Was man zum Eintritt braucht

Alle vier verlangen einen gültigen Ausweis und Volljährigkeit; der Eintritt wird registriert. Kleiderordnungen unterscheiden sich und werden von den Häusern veröffentlicht, ebenso die Tischlimits. Keines der vier lässt Personen ein, die als selbstgesperrt geführt werden.

Der praktische Unterschied zu Online-Casinos ist genau dieses Eintrittsregister: Im Saal weist man sich mit einem Dokument aus, online übernehmen Identitätsprüfung und Kontolimits dieselbe Funktion. Wie eine Lizenz zu lesen und ein Anbieter zu prüfen ist, steht auf unserer eigenen Seite dazu.

Der Rest ist Legende

Um diese Säle kreisen Erzählungen von legendären Gewinnen und berühmten Gästen. Fast keine hat eine überprüfbare Quelle, und der Maßstab zur Trennung von Fakten ist derselbe wie in Rolex am Spieltisch: Was belegt ist und was Legende bleibt: kein Datum, kein Medium, kein Dokument — dann ist es eine Erzählung.

Überprüfbar sind dagegen die Zahlen der Spiele, in Venedig identisch wie in einem Online-Saal: Sie stehen in Blackjack und Roulette: die realen Chancen und teure Fehler. Und wer einen Besuch plant, findet den nützlichen Teil im Budget — wie man es vorbereitet, erklärt Bankroll: wie man das Budget im Casino steuert.

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Marco Bellini

Marco Bellini

Kultur der italienischen Casinos

Marco schreibt für BetsRolexCasino über die Kultur der italienischen Casinos. Seine Methode ist einfach: von Dokumenten und veröffentlichten Daten ausgehen und Geschichten ohne Quelle als Legende kennzeichnen.

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